Herzlich Wilkommen!

Unser geschätzter Kollege Prof. Dr. Heinfried Duncker verstarb am 29.05.2019
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Lieber Heinfried,
wir, die Deutsche Gesellschaft für Künstlerische Therapien DGKT e.V., verabschiedeuns in Trauer von Dir. Wenn wir jetzt zurückblicken und wir uns fragen, wer Du für uns warst, dann gibt es eine Antwort: Du warst immer für uns da. Wenn wir die Organisatoren des Dresdener Studiengangs Dich brauchten; wenn die  DGKT einen medizinisch und organisatorisch kundigen Vorsitzenden brauchte  Du hast nicht gezögert Dich zur Verfügung zu stellen. Dafür Dir unser aller Dank. Und wenn Du all diese Verantwortlichkeiten in der Dir eigenen Stille übernahmst,- dann war es das, was uns jetzt als erstes einfällt. Wir danken Dir für diese Deine Selbstlosigkeit, mit der Du uns beigestanden bist und hoffen, dass wir in diesem stillen Kontakt beieinander bleiben.
 
Georg Franzen, KarlHeinz Menzen, Christiane Gomolla-Bill und Deine Kolleginnen und Kollegen aus dem Vorstand

 

 

 

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Die DGKT wurde 1981 als Berufsverband gegründet, der sich für fachliche und berufsspezifische Fragen von KunsttherapeutInnen und mit anderen künstlerischen Medien tätige TherapeutInnen einsetzt.

Das vorrangige Ziel der DGKT ist es heute, die Vielfalt der Künstlerischen Therapieformen sowohl in der Berufsausübung als auch in der Lehre durch die ihr angeschlossenen Ausbildungs- und Studiengänge zu gewährleisten und durch die Mitwirkung in berufspolitischen Gremien als eigenständiges Berufsbild im Gesundheitswesen zu etablieren, sowohl im präventiven als auch im klinischen und ambulanten Bereich. Der Beruf des Künstlerischen Therapeuten – Kunsttherapeutin/Kunsttherapeut, Musiktherapeutin/Musiktherapeut, Poesie‑ u. Bibliotherapeutin/Poesie‑ u. Bibliotherapeut, Tanztherapeutin/ Tanztherapeut – soll fest im Kanon psychosozialer Berufe verankert sein. Diese Berufsbezeichnung wurde schon vom Rentenversicherer DRV (Deutsche Rentenversicherung Bund), im OPS (Operationen- und Prozedurenschlüssel der Kliniken) und in einigen Leitlinien übernommen.

Künstlerische Therapien stehen nach dem Verständnis der DGKT für die gesellschaftliche Anerkennung der Notwendigkeit, künstlerische Methoden und die Begegnung mit Kunst therapeutisch und klinisch zu nutzen und die uns anvertrauten oder sich uns anvertrauenden KlientInnen auf Wegen individuellen Wachstums mit künstlerischem Blick und therapeutischer Kompetenz zu begleiten.

Bei der Arbeit an diesen Zielen orientieren wir uns an den ethischen Rahmenrichtlinien, die allgemein für PsychotherapeutInnen gelten. Die Prinzipien von größtmöglicher Autonomie, nützlicher Förderung und Respekt begleiten uns bei der Arbeit, psychische Störungen zu verhüten, zu lindem oder zu heilen. Die Basis unserer Handlungen bilden Erkenntnisse aus psychoanalytischen und tiefenpsychologisch fundierten Verfahren, humanistischen Psychologieansätzen, systemischer und kognitiver Verhaltenstherapie, speziell der Schematherapie und den Konzepten der Mentalisierung und klinisch-psychologischer Theorie und Praxis.

Die Kunsttherapeuten fühlen sich besonders den klinischen und rehabilitativen Therapieformen verpflichtet. Die aktuellen und tradierten künstlerischen Äußerungen in Bildender Kunst, Musik, Psychodrama, Dichtung und Tanz fordern dabei zu einem ständigen lebendigen Diskurs auf, in dem sie Kunst und Therapie in ihrer Wirksamkeit miteinander verschränken und weiterentwickeln können.

Neben dem inhaltlichen Austausch, der vor allem Innovationen der künstlerischen Therapieformen methodisch umzusetzen sucht, wollen wir die Entwicklung der psychotherapie- und kunsttheorie-geschichtlichen Ansätze unterstützen sowie fort- und weiterbildend tätig sein.

Die DGKT versteht sich als berufspolitisches, praxisbezogenes und wissenschaftliches Forum für ihre Mitglieder. Sie bietet Künstlerischen TherapeutInnen in Praxis und Ausbildung einen kreativen Ort zum konstruktiven professionellen Austausch und  zielgerichteten gemeinsamen Handeln an.

Es besteht eine Kooperation zwischen der Wissenschaftlichen Sektion der DGKT und der Deutschen Sektion der IGKGT  auf die wir an dieser Stelle hinweisen. Weitere Informationen finden Sie unter www.deutsche-sektion-igkgt.de